Beiträge von Vizemeister

    Gab es im Bezug auf RS überhaupt viele Anhörungen?


    Kenne 2 Leute ausm Fitti die da damals was bestellt hatten sind aber mittlerweile off. Aber die haben auch nie was bekommen. Das müsste doch auch schon langsam verjährt sein oder?


    Die Verjährungsfrist läuft nicht weiter seit dem die Ermittlungen begonnen haben.

    Bis dahin dürfte in vielen Fällen bereits Verfolgungsverjährung eingetreten sein. Dann dürfte es auch unvollständige Datensätze gegeben haben, die ebenfalls rausgefallen sein dürften. Was dann verblieben ist, müsste eigentlich zwischenzeitlich bereits abgearbeitet worden sein.

    Okay für mich wäre es eigentlich logisch bei manchen Medikamenten, wenn mein Vater Diabetiker ist und ich zuhause auch Insulin habe, da er oft zu Besuch ist, würde das zumindest in meinen Augen nicht unglaubhaft sein.

    Wenn es natürlich Medikamentend die einmal die Woche eingenommen werden muss sieht es anders aus.

    Doch, das wäre unglaubhaft.


    Auch Diabetiker fahren in den Urlaub. Die nehmen dann ihre Medikamente mit. Wieso sollte das Dein Vater bei einem Besuch bei Dir nicht mitbringen können? Wenn er dazu nicht in der Lage sein sollte, bräuchte er einen Betreuer und wenn Du dann der Betreuer wärst, wäre das o.k. Dann müsstest Du vom Gericht zum Betreuer Deines Vaters mit dem Aufgabenbereich der Gesundheitsfürsorge beauftragt worden sein. Dann wäre die Geschichte rund, wenn das bei Dir gelagert wird. Ansonten wäre das nicht glaubhaft.

    Mir geht es auch nicht darum was bei einer Hausdurchsuchung gesagt wird, sondern wie die Rechtslage wie gesagt dort ist.


    Vielleicht die Frage anders gestellt:

    wenn ein Familienangehöriger Medikamente auf Rezept bekommt und die bei einem gelagert ist, wie sieht da die Rechtslage aus. :D

    Das wäre ein unglaubhafte Geschichte.


    Keiner würde Medikamente, die er braucht und auf Rezept bezogen hat. bei einem anderen lagern. Das macht keinen Sinn.


    Was vorkommen dürfte ist, dass Patienten einen Teil des Stoffs, den sie selbst nicht brauchen, verticken und das was vertickt werden soll wird woanders gelagert.


    Man würde daher davon ausgehen, dass der Typ, bei dem das gelagert wird, das an Dritte abgeben will, der der Typ den Stoff ja nicht für sich selbst verwenden will. Die Lagerung für den Rezeptinhaber würde man als blosse Schutzbehauptung abtun.

    Wie sieht denn eigentlich die Rechtslage aus wenn ein Familienangehöriger Medikamente auf Rezept bekommt und die wurde einem gegeben.

    Kann man als Ausrede immer noch sagen „mein Vater kommt zu Besuch und brauch die Medikamente und deswegen liegen die hier schon damit er die nicht immer mitnehmen muss“ als Beispiel jetzt.

    Damit fängt das Unglück schon an.


    Kein Laie sollte eine Ausrede bringen. Überlasst das den Profis = Strafverteidiger.


    N i c h t s s a g e n! A l s o s c h w e i g e n!!!


    Keine Aussage, also auch keine Ausreden. Du würdest / könntest Dich mit so einer Geschichte um Kopf und Kragen bringen.

    Nein! Wer ein reptpflichtiges Arzneimittel ohne Rezept erwirbt macht sich nicht strafbar.


    Der Verkäufer macht sich strafbar, der Käufer aber nicht.


    Es mag zwar ethisch unmoralisch erscheinen rezeptpflichtige Arzneimittel ohne Rezept - auf dem illegalen Markt - zu erwerben.


    Es gilt in einem Rechtsstaat aber:


    nulla poena sine legem = keine Strafe ohne Gesetz


    Und es gibt dafür kein Gesetz, wonach sich der Käufer strafbar macht (es sei denn, es wäre ein Doping- oder Betäubungsmittel)

    Was passiert denn in D wenn man eine geringe Menge Dopingmittel ordert zb 30 mg Arimidex? Wird das dann wenn es auffällt auch irgendwie geahndet?

    Seit dem das Heizungsgesetz in Kraft ist, reissen die Dir die Ölheizung raus, wenn Du eine geringe Menge an Dopingmitteln hast. Strafe muss sein. :box:

    NAJA

    Aber damit die fest stellen in welcher Kategorie du einzuordnen bist, wird ja wohl die Polizei anklopfen.

    Wie denn sonst.

    Gibt es denn niemand mit Erfahrung in die Richtung? 🤔

    AT ist wohl zu klein 🙂


    Korrektur!


    Das Tatbestandsmerkmal " bei Sportlerinnen und Sportler oder anderen angewendet" ist wohl doch nicht so zu verstehen, dass bei Sportlern selbst gemeint ist, sondern bei anderen Sportlern. Das steht zumindest in einer Diplomarbeit.


    Da steht auf S. 9 Folgendes:


    "Die Tathandlung muss durch einen vom Sportler verschiedenen Täter erfolgen. Das bloße Verschreiben oder Überlassen stellt kein Anwenden dar, dadurch liegt bloß ein strafloser Beitrag zur Selbstanwendung vor. Diese Selbstanwendung des Sportlers bleibt ebenso straflos, es ist immer nur das Anwenden bei anderen (Sportlerinnen und Sportlern) erfasst."


    Zum Besitz zur Anwendung an Sportlerinnen und Sportler oder anderen steht auf S. 10 oben


    "Durch die bisherigen Ausführungen zur Strafbarkeit iSd §28 ADBG 2021 war bereits die Intention des Gesetzgebers, dass Selbstdoping straflos bleiben soll, deutlich erkennbar. Die Bestimmung des Abs 2 verdeutlich diese Ansicht nunmehr, da sie auf Trainer, Ausbildungsleiter, Funktionäre, Fitnesscenterbetreiber und Händler abzielen soll. Diese Bestimmung befasst sich mit drei verschiedenen Wirkstoffen mit besonderer Gefährlichkeit, diese sind Anabolika, Hormone und Stimulanzien. Es wird die Strafbarkeit auf die bloße Vorbereitung einer Tat nach Abs 1 vorverlagert. Demnach ist zu bestrafen, wer eine grenzübersteigende Menge gem. Abs 7 an diesen besonders gefährlichen Substanzen mit dem Vorsatz besitzt, dass er sie in Verkehr setzt oder sie bei Sportlerinnen und Sportlern oder anderen anwendet. Demnach ist bereits das bloße ,,Vorrätig-Halten" strafbar. Wiederum ausgenommen ist das ,,Vorrätig-Halten" für den Eigengebrauch."


    Link: https://epub.jku.at/obvulihs/d…745?originalFilename=true


    Zu dem letzten Satz mit "Wiederum ausgenommen ist das ,,Vorrätig-Halten" für den Eigengebrauch." ist mit der Fußnote 36 versehen, wozu unter dem Text Folgendes steht: "36 Venier, Von Dopingtätern und Dopingbetrügern, S 46 f"


    Das dürfte wohl ein Verweis auf eine Kommentarstelle in einem österreichischen Antidopingkommentar sein. Zu dem österreichischen Gesetz habe ich keine Kommentare, so dass ich das Gesetz eben selbst ausgelegt habe und das habe ich wohl falsch verstanden, in dem ich meinte, dass der Besitz bei Sportlern zur Eigenanwendung in einer die Grenzmenge überschreitende Menge strafbar sei.


    Das scheint nach dieser Diplomarbeit aber anders zu sein. Danach ist der Besitz zur Eigenanwendung in Österreich insgesamt straflos.


    Es müssten also schon Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Dopingmittel nicht nur für den Eigenkonsum dienen, wenn etwas vom Zoll abgefangen wird. Es müsste damit also eine Menge sein, wo tatsächlich ein Indiz für Handel vorliegen würde.


    Ich weiß von einem Fall, wo in AT ein Shop hochgenommen wurde und Bestelldaten von Kunden aus Deutschland nur dann an die deutschen Ermittlungsbehörden weitergegeben wurden, wenn es sich um Bestellmengen im Wert von ab 200 EUR handelte.


    Bei Bestellungen mit einem Bestellwert bis 200 EUR ging man von Konsumenten aus und man hatte diese Daten nicht an die Ermittlungsbehörden in der BRD weitergegeben, da diese Kunden sich nach österreichischen Recht nicht strafbar gemacht hätten.


    chappy001 Halte Dich an die 200 EUR-Bestellgrenze und alles ist gut. Dann wird auch nicht die Polizei anklopfen.