Beiträge von hallohallohallohallo

    Hallo,


    ich habe eine Frage zu dem Prohormon "Trestobol".


    Weiss einer worunter dieser Stoff nach der Dopingmittel-Mengenverordnung fällt?


    Meine Vermutung:


    "Andere mit anabol-androgenen Steroiden verwandten Stoffe"


    Ich bin mir da aber nicht sicher!


    Kennt sich damit einer aus? Wenn ja, wäre ich für eine klarstellende Info dankbar.

    der Haftgrund könnte in derartigen Fällen von der Staatsanwaltschaft damit versucht werden zu begründen, dass die Beschuldigten mit Blick auf die Höhe der zuerwartenden Strafe auf Zeugen Einfluss nehmen und sich untereinander absprechen könnten.


    Wenn die Beschuldigten vorläufig festgenommen und nach der Anhörung beim Haftrichter dann unter Auflagen auf freien Fuss gesetzt worden wären, hätte ich das verstanden. Aber davon steht in der Pressemitteilung nichts.


    Und dann der Begriff "Laien".


    Dass die Beschuldigten keine Chemiker und daher bei der Herstellung von Dopingmitteln Laien waren, dürfte nicht überraschen. Die Verwendung des Begriffs "Laien" könnte so zu verstehen sein, dass die Staatsanwaltschaft keine professionelle Strukturen erkennt. Es dürfte für die spätere Strafzumessung miteinscheidend sein, ob das Laien oder eine hochprofessionelle Tätergruppe war.


    Allerdings könnte man in diesem Zusammenhang den Begriff "Laien" auch so verstehen, dass die Beschuldigten wegen ihrer Unkenntnis zusätzlich auch noch das Leben und die Gesundheit der Konsumenten aufs Spiel gesetzt hatten.


    Aber wieso dann keine U-Haft? Ich finde das sehr merkwürdig!

    Und die Verdächtigen bleiben laut dem Presseartikel zunächst auf freiem Fuss.


    Das war doch bei Roidstatiin völig anders!


    Da wurde doch laut damaliger Presseberichterstattung U-Haft angeordnet mit Ausnahme bei einer Person aus Krankheitsgründen.


    Bei Roidstation war die Staatsanwaltschaft Köln zuständig und nun ist es die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach.


    Ob das vielleicht daran liegt?


    Vielleicht war Roidstation auch in der Dimension sehr viel grösser.


    Dieser Fall scheint zumindest ehr viel kleiner aufgehängt zu werden. So werden die Beschuldigten vom Pressesprecher der Statsanwaltschaft Mönchengladbach laut der Pressemitteilung als Laien bezeichnet. Das macht der Spressesprecher nicht ohne Absicht! Das soll - wieso auch immer - nicht so hoch an die Glocke gehängt werden.

    O.k.!


    Zu "wie viel und was drin":


    Wird bei der Mengenangabe der Ester genannt oder nur der Stoff an sich?


    Beispiel:


    Vial mit 10 ml Testosteron Enantat zu 250mg/ml oder mit 1975 mg Testosteron


    Im ersten Fall wäre nur die Beschriftung der Vial übernommen und im zweiten Fall wäre der Inhalt der Vial analysiert worden.


    Ohne Analysedaten haben die nur die Verpackungsangaben, die stimmen können aber nicht stimmen müssen.


    Das könnte nur als Versuch durchgehen mit der Begründung, dass Du dachtest das in den Vials auch drin war was draufstand.


    Aber auch das wäre nicht in jedem Fall ldenklogisch zwingend. Es spricht aber eine tatsächliche Vermutung dafür, dass der Besitzer zumindest das erwerben wollte, was auf der Verpackung steht.


    Denn wieso sollte einer ein Produkt kaufen, wenn er doch weiss, dass nicht drin ist was draufsteht? Er würde sich doch selbst verarschen und wer tut das?


    Kann es solche Fäle in der Wirklichkeit geben? Ich kann mir das mit gesundem Menschenverstand nicht vorstellen.

    Sicher, was wäre das Leben wenn man alles immer nur nüchtern und rational beurteilt und danach dann auch noch so lebt. Zur freien Entfaltung der Persönlichkeit gehört auch ein bisschen Wahnsinn dazu. Viele Menschen gehen Risiken ein, die sich sehr negativ auf den eigenen Körper auswirken können. Da ist Catalano in diesem Forum sicherlich nicht der einzige. Aber war machst das schon in dieser selbstzerstörerischen Art und Weise und dann auch noch in dem Bewusstsein, dass das sehr wahrscheinliich in einer Katastrophe enden wird?

    Hallo Catalano,


    Ich habe beim Lesen den Eindruck gewonnen, dass Du ein ernsthaftes psychisches Problem haben könntest.


    Dir scheint bewusst zu sein, dass Du dich zerstören wirst, wenn Du so weiter machst, machst aber dennoch weiter.


    Ich denke, Du solltest Dich an einen Psychi

    ater wenden. Der kann das bestimmt viel besser beurteilen und auch helfen als jeder andere hier im Forum.


    Alles gute für Dich.

    So Anklageschrift ist da Anti Doping Gesetz §4 Abs. 1 Nr.3 verstehe ich nicht, habe kein Handel betrieben?

    Hallo,


    werden in der Anlageschrift Analysedaten zur Menge des Dopingmittels erwähnt? Wenn ja, um welche Stoffe mit welchen Mengen geht es?

    Hallo Matator,


    wenn man erst über den Bundesgerichtshof gehen muss, wird sich das sicherlich erheblich verteuern. Allerdings kann der Strafrichter die Rechtsfrage auch direkt dem Bundesverfassungsgericht vorlegen. Denn hält ein Fachgericht ein Gesetz, auf dessen Gültigkeit es bei der Entscheidung ankommt, für verfassungswidrig, so setzt das Gericht das Verfahren aus und holt die Entscheidung des Verfassungsgerichts ein. Das nennt man Richtervorlage. Dazu muss man den Richter davon überzeugen, dass das Gesetz verfassungswidrig ist. Der Strafrichter könnte dann aber auch das Gesetz in eigener Entscheidung im konkreten Einzelfall verfassungskonform auslegen und daher bei einer "konsumentenfreundlichen " Rechtsaufassung durchaus freisprechen. Man kann eben nicht einschätzen, wie denn so ein Verfahren verlaufen würde.


    Aber umsonst ist das sicherlich nicht! Es gibt zur Kostendämpfung zwei Möglichkeiten:


    - die Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten (eher unwahrscheinlich)

    - man sammelt Geld für einen Musterprozess


    Ihr sammelt doch Geld für Dopinganalysen. Dann kann man doch auch einen Musterfall unterstützen. Ich zumindest würde mich an den Verfahrenskosten beteiligen.


    Wie hoch die Kosten im Einzelfäll wären, kann ich so nicht sagen. Das müsste ich erst noch prüfen.


    Dass mit der Petition habe ich noch nicht gelesen. Ich muss das also erst noch checken.

    Nehmen wir an, ich bestelle 10 Ampullen, denn weniger geht nicht, und schmeiße 7 weg?

    Ich bin beeindruckt! Du bist richtig kreativ!


    Ich hoffe aber, dass Du Dir dann aber auch Gedanken darüber machst, ob und wenn ja, wie der Stoff ordnungsgemäß zu entsorgen ist.


    Denn eventuell gibt es für bestimmten Dopingmittel besondere Entsorgungsvorschriften.


    Immerhin gehört das Zeug doch zum bestimmungsgemäßen Gebrauch in den Körper und nicht in die Tonne!


    Ob es hierfür Entsorgungsvorschriften gibt, ist mir nicht bekannt.


    Ich kenne aber einen Fall einer geschlossenen Apotheke. Da wurde alles von dem Lieferanten abgeholt und entsorgt.


    Die Stoffe wurden von dem Apotheke nicht einfach so weggeschmissen! Vielleicht lag das auch nur an dem Zeug nach dem BTMG.


    Zum Fall:


    Wenn Du Absicht hättest, die 7 Ampullen nur zu erwerben und zu besitzen, um diese dann wegzuschmeißen, läge insoweit keine Absicht des Dopings zum Zwecke des Sports beim Menschen vor. Dann wäre das sogar nach der Dopingmengenverordnung mit nur 3 Ampullen mit Dopingabsicht straffrei, wenn das auch glaubhaft wäre.


    Daran könnte das scheitern. Und dann wäre das ein Fall wie jeder andere. auch. Die Aufgabe der Dopingabsicht könnte aber ggf. strafmildernd berücksichtigt werden.

    Hallo Das Auge des Vorgesetzten,


    zunächst noch eine wichtige Klarstellung:


    Nach einhelligen Meinung in der Literatur werden die Mengen in der Dopingmengenverordnung zusammengerechnet. Wer also bei mehreren Stoffen jeweils unter der Grenze liegt, kann zusammen darüber liegen. Wie zum Beispiel Testosteron mit Nandrolon zusammengerechnet wird: Keine Ahnung. Das steht nirgendswo.


    Ich kann nur vermuten, dass man mit Prozentzahlen rechnen. Also zum Beispiel:


    - Testosteron: 60 % Prozent der Höchstmenge

    . Nandrolon: 50 % der Höchstmenge

    - insgesamt 110 %


    Darüber = strafbar!


    Steht aber - wie gesagt - nirgendswo. So würde ich aber rechnen!


    Dein gebildeter Fall:


    Wenn Du Rechtsgeschichte machen willst, kannst Du es probieren. Ich würde dann aber nur 4 Ampullen je 250 mg Testo E nehmen, so dass Du nur leicht über der nicht mehr geringen Menge liegst. Wenn Du eine so geringe Menge nicht bekommen kannst, dann nehme die Geringste darüber liegende Menge, die Du bekommen kannst.


    Dann wäre es nicht schlecht, wenn Du nicht nur ein Blutbild hast, sondern auch noch andere Beweismittel des Eigenkonsums. Da könnte zum Beispiel eine Videoaufnahme helfen. Zuletzt hilft dann vielleicht noch ein Spende an die Kirche für göttlichen Beistand. Denn den könntest Du dann sicherlich gut gebrauchen.


    Zuletzt muss ich dann noch raten: Tue es nicht! Ich hoffe, dass das nur ein theoretischer Fall ist, den Du gebildet hast. Ich habe das zumindest so verstanden.

    Ergänzend:


    Welche Höchstmenge könnte denn entgegen der Dopingmengenverordnung bei einer "konsumentenfreundlichen" Auslegung noch erlaubt sein?


    Meine Antwort:


    Die im Schwarzbuch erwähnten Mengen für Amateure für eine Monat. Das ist meines Erachtens das Maximum was vielleicht durchgehen könnte. Die Betonung liegt auf vielleicht! Mehr kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Wahrscheinlich wird es aber weniger werden oder auch bei der Dopingmengenverordnung bleiben.


    Also: Wer sicher sein will, muss die Dopingmengenverordnung einhalten! Alles andere ist ein strafrechtliches Risiko! Das muss jedem klar sein!

    Hallo Das Auge des Vorgesetzten,


    zu den 30 Ampullen im Safe:


    Ob das vor Gericht dann auch tatsächlich standhalten wird ist leider nicht sicher. Denn man verstößt zunächst gegen die Höchstmengen der Dopingmengenverordnung!


    Man kann dem zwar entgegnen, dass die Gesamtumstände in dem konkreten Einzelfall keine Indizwirkung einer Drittabgabeabsicht begründen können. Allerdings sollte man darauf nicht unbedingt wetten. Meine begründete Rechtsmeinung ist eben nur eine Meinung. Ich kann nicht dafür garantieren, dass ich auch recht behalten werde.


    Ich sehe aber gute Chancen, dass man das gewinnen kann. Es sprechen meines Erachtens gute Gründe dafür, dass die Höchstmengen der Dopingmengenverordnung in bestimmten Fällen aufgeweicht werden können. Das wird aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zu einer völligen Frage des Besitzes führen.


    Denn wer zum Beispiel ein Kilo Testosteron lagert, dem wird sicherlich keiner glauben, dass das für den Eigenkonsum war.


    Du solltest Dir darüber im Klaren sein, dass sowohl der Staatsanwalt als auch der Richter wahrscheinlich keine Ahnung davon haben werden, was denn eine normale Menge für den Eigenkonsum im Bereich des Bodybuildings darstellt. Die können aber lesen und in der Gesetzesbegründung steht eben eine Menge für einen Monat.


    Dass ein Zeitraum von einem Monat irgendwie willkürlich ist, liegt in der Natur der Sache. Denn hier kann es keinen logisch begründbaren Lagerzeitraum geben. Dass der Staat da niedrige Grenzen setzt, ist nach meinem Dafürhalten juristisch nicht zu beanstanden. Der Monatszeitraum für Lagerware ist also meines Erachtens o.k.


    Also:


    30 Ampullen bei einem Verbrauch von einer Ampulle alle fünf Tage bedeutet einen Lagerbestand von fünf Monaten! Das ist auch bei einer "konsumentenfreundlichen" Auslegung der Dopingmengenverordnung weit über der erlaubten Höchstmenge. Und 30 Ampullen bei einem Verbrauch von einer Ampulle pro Tag glaubt doch keiner!


    Also: Die Idee mit dem "Fahrtenbuch" - sprich Dopingbuch - ist gut. Allerdings kann das auch nach hinten losgehen, wenn die bei Dir nur noch eine Ampulle finden, in Deinem Buch aber geschrieben steht, dass Du 29 verbraucht und damit 30 besessen hast, falls meine Verteidigungsstrategie doch nicht vor Gericht durchgehen sollte.


    Die Menge sollte also so gering wie möglich gehalten werden. Ein Lagerbestand ist und bleibt eben strafrechtlich riskant. Sicher ist man derzeit eben nur, wenn man die Höchstmengen der Dopingmengenverordnung einhält. Alles andere ist unsicher. Aber man kann das Risiko wenigsten versuchen zu minimieren. Mehr geht derzeit nicht!


    Z dem Fall mit Deinem Nachbarn:


    Nein, das wäre kein Besitz, sondern nur Konsum, der im Amateurbereich überhaupt nicht strafbar ist. Aber der "normale" Konsument hat diese Möglichkeit eben nicht.


    Der "Normalfall" ist: Der Konsument erlangt zunächst den Besitz um dann zu konsumieren. Es geht immer um die vorgelagerte Besitzstrafbarkeit des Konsumenten.


    Davon zu trennen sind die Fälle, bei denen sich der Konsument den Stoff von einem Dritten spritzen lässt ohne diesen jemals zuvor besessen zu haben.


    Denn mit dem Spritzen wird der Stoff Teil Deines Körpers und Du kannst Dich nicht selbst besitzen. Sobald der Stoff also in Deinem Körper ist, gibt es den Stoff juristisch nicht mehr als eigenständige Sache und Du bist daher strafrechtlich fein raus, es sei denn, Du bist ein "Profisportler".


    Um auch die "Profisportler" strafrechtlich kriegen zu können, wurde in § 3 AntiDopG das Tatbestandsmerkmal "bei sich ….. anwenden zu lassen" eingeführt. Das sind zum Beispiel Fälle, wo der Tour-Arzt beim Fahrradrennen den Stoff besorgt und dem Profi dann verabreicht. Das wäre ohne den § 3 AntiDopG für den Profi straffrei.


    Ich schreibe Profi in "", da darunter nicht nur Profis im umgangssprachlichen Sinne fallen, sondern darunter durchaus auch Amateure fallen können und zwar:


    - Athleten, die in das Doping-Testpoolverfahren fallen (Anti-Doping Administration und Management System; abgekürzt "ADAMS"): also Nationalkaderathleten sowie

    - Athleten, die aus der sportlichen Betätigung unmittelbar oder mittelbar Einnahmen von erheblichem Umfang erzielen (wie z. B. Preisgelder, Sponsorengelder etc.)


    Hallo Das Auge des Vorgesetzten,


    die realisierbaren Geldstrafen nimmt der Staat sicherlich gerne mit. Ich glaube aber, dass das wahrscheinlich nicht im Vordergrund steht, sondern die Politik aus populistischen Gründen die Doping-Konsumenten mit der Keule des Strafrechtes abschrecken möchte. Es ist eben politisch nicht erwünscht, dass sich der Bürger dopt, obwohl das verfassungsrechtlich nicht verboten werden kann. Der Trick, den der Gesetzgeber verwendet, ist, dass er scheinbar das Selbstdoping legalisiert, aber die erlaubten Menge so gering ansetzt, dass die Höchstmengen nur in Ausnahmefällen eingehalten werden können. Ich gehe davon aus, dass man sich durchaus bewusst ist, dass die Dopingmengenverordnung juristisch bedenklich ist und in dieser Form so vor den Gerichten möglicherweise nicht bestehen kann. Wenn ein Fall vor das Bundesverfassungsgericht geht, wird das Gericht dem Gesetzgeber daraufhin die verfassungsrechtlichen Grenzen konkret aufgezeigt, so dass dann der Gesetzgeber bis an die Grenze des verfassungsrechtlich Erlaubtem gehen kann. Man testet also zunächst aus, wieweit man gehen kann und dafür muss man überreißen. Das wird dann so gemacht, dass man sich eine Begründung sucht, die nicht völlig abwegig ist und das macht man bei der Dopingmengenverordnung mit der therapeutischen Menge.


    Ich gehe davon aus, dass es durchaus Dopingfälle geben kann, bei denen die therapeutische Menge verwendet wird. Das wird vermutlich bei Radfahrern der Fall sein, die Testosteron nur zur Verbesserung der Regeneration verwenden und daher unter 632 mg Testosteron im Monat liegen könnten. Es handelt sich also bei Dopingmengenverordnung vermutlich um der untersten Bereich der Dopinganwendung, so dass der Bodybuildingbereich im Ergebnis insgesamt darüber liegen wird.


    Zu schizophrenic:


    Du hast völlig recht! Mein Ausführungen zur Legalität helfen hier im Board sicherlich nur sehr Wenigen. Ich mache das aus zwei Gründen:


    1.


    Wer angeklagt wird wegen eines Injektionsfläschchen hat gute Chancen sich dagegen erfolgreich zu verteidigen. Dazu muss man aber wissen, wo der juristische Hebel ist und der ist bei den Höchstmengen der Dopingmengenverordnung. Man sollte daher zuhause immer nur ein Injektionsfläschchen habe,


    Ich wundere mich, was hier im Forum geschrieben wird, was bei Hausdurchsuchungen so an Mengen gefunden wurde. Das ist doch ein Schuss ins eigene Knie!


    2.


    Ich schreibe auch noch, um zu lernen, wie ich legal dopen kann. Und wenn ich etwas schreibe, dann muss ich mich damit auch intensiv beschäftigen. Denn schreiben ist für mich etwas völlig anderes als einfach zu ein wenig zu denken. Wenn ich etwas versuche anderen zu erklären, lerne ich selber am meisten. Das ist meine Erfahrung.


    Mein Plan:


    Ich habe mir nun einen kleinen Safe gekauft, in dem ich in die Dopingsubstanzen verschließen werde. Dadurch ist sichergestellt, dass kein anderer Zugang zu dem Stoff haben kann. Dann werde ich mir Stoff in einer nach der Dopingmengenverordnung legalen Menge besorgen. Ich habe hierzu bereits zwei Alternativen gefunden:


    - eine Packung Nebido mit 4 ml Testosteronundecanoat (4 X 157,9 mg = 631,6 mg; geringe Menge!) im Dauerbezug oder

    - drei Ampullen je 1 ml Testosteron Enantat zu 250 mg pro ml (3 x ca. 175 mg = ca. 525 mg; geringe Menge!) im Dauerbezug

    Hallo,


    wen es noch interessiert:


    Ich habe eine Stellungnahme der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft gefunden. Die entscheidende Passage lautet:


    "Aus Sicht der AkdÄ als bedenklich wurden auch die definierten „ nicht geringen Mengen“ von Wirkstoffen gesehen, durch deren eigentlich notwendige wirtschaftliche Verordnung von großen Packungen die zulässige Höchstgrenze überschritten wird und somit Patienten von wirtschaftlich verordnenden Ärzten kriminalisiert würden. Insgesamt legte die AkdÄ in ihrer Stellungnahme dar, dass die Ermittlung der definierten Mengen, die als „ nicht gering “ eingeschätzt werden, für zahlreiche Arzneistoffe nicht nachvollziehbar ist."


    Der link lautet: https://www.bundesaerztekammer…ads/Taetigkeit2007_06.pdf


    Die vorstehend zitierte Passage steht dort auf der Seite 307 im dritten Absatz von oben.


    Offenbar teilt die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft meine Bedenken gegen die Dopingmengenverordnung, wonach handelsübliche Packungen die zulässige Höchstgrenze überschreiten und daher Konsumenten kriminalisiert werden. Auch sind die Höchstmengen für zahlreiche Arzneimittel nicht nachvollziehbar.


    Um so mehr ich über die Dopingmengenverordnung recherchiere und darüber nachdenke, um so klarer wird mir, dass man mich - ich kann das in dieser Stelle nicht anders sagen - verarschen will. Da wird eine Dopingmengenverordnung verabschiedet, die Höchstmengen danach bestimmt, was zu therapeutischen Zwecken für einen Monat benötigt wird. In § 2 Abs. 3 AntiDopG geht es aber überhaupt nicht um therapeutische Zwecke, sondern zum Zwecke des Doping beim Menschen im Sport.


    Die Grenzwerte sind danach zu bestimmen, was in der Praxis zum Zwecke des Dopings beim Menschen im Sport für einen Monat benötigt wird. Das ist doch logisch! Die Grenzwerte hätte der Verordnungsgeber übrigens durch Mitlesen in diesem Forum sehr einfach in Erfahrung bringen können. Aber da sitzen irgendwo irgendwelche selbsternannten Experten und meinen zu wissen wieviel ein Konsument in einem Monat benötigt. Und dann wird aus dem Unsinn auch noch eine Verordnung gemacht.


    Schlimm, schlimm! So ein Blödsinn kann und darf vor den Gerichten keinen Bestand haben.

    Hallo,


    ich habe den Begründungstext zur Festlegung der nicht geringen Menge nach der Dopingmengenverordnung gefunden. Es handelt sich um die Drucksache 612/10 des Bunderates vom 05.10.2010. Dort wird auf Seite 14 u. a. Folgendes ausgeführt:


    "Die Festlegung der nicht geringen Menge im Rahmen dieser Verordnung erleichtert die Feststellung eines Verstoßes gegen das Besitzverbot im Ermittlungsverfahren und dient einer einheitlichen Strafverfolgungspraxis. Die Grenzwerte werden nach Anhörung von Sachverständigen unter Zugrundelegung wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Gefährlichkeit der Stoffe bestimmt. Um die Grenzwerte festzulegen, wird im Regelfall die Menge bestimmt, die nach aktuellem Kenntnisstand zu therapeutischen Zwecken für einen Monat benötigt wird. Dazu werden Angaben zur Dosierung aus dem Zulassungsverfahren oder zu definierten Tagesdosen (DDD, defined daily doses), die im Rahmen der AnatomischTherapeutisch-Chemischen Klassifikation (ATC-Klassifikation) für Zwecke der Arzneimittelverbrauchsforschung berechnet werden, mit herangezogen. In Fällen, in denen therapeutische Dosen bei der Anwendung an Gesunden unter Umständen akut lebensbedrohlich sind, wird eine erheblich niedrigere nicht geringe Menge bestimmt."


    Der link zu dieser Drucksache lautet:


    https://www.bundesrat.de/Share…_blob=publicationFile&v=1


    Offenbar hat es ein Sachverständigenanhörungsverfahren gegeben. Hierzu habe ich bisher noch nichts finden können.


    Ich suche daher noch!


    Wie bereits erwähnt, scheint sich die geringe Menge für Testosteron an dem Produkt Nebido (Testosteronundecanoat) zu orientieren.


    Hierzu kann der von mir bereits erwähnten Fachinformation entnommen werden, dass 250 mg Testosteronundecanoat 157,9 mg Testosteron entspricht. Bei 4 ml errechnet sich dann eine Menge von 631,6 mg Testosteron (geringe Menge!).


    Soweit ich das erkennen kann, scheint es nach der Dopingmengenverordnung nicht auf die Menge des Testosteronesters, sondern auf die Menge des darin enthaltenen Testosterons anzukommen, so dass nach dem Verhältnis "umzurechnen" ist.


    Für das Produkt Sustanon habe ich folgendes Verhältnis gefunden: 250 mg Sustanon entspricht ca. 176 mg Testosteron!


    Wie sieht das Verhältnis bei Testosteron Enantat aus? Ist euch das bekannt? Ich habe dazu nichts gefunden.

    Ergänzung:


    Wieso halte ich das für "interessant"?


    Nun: Die nicht geringe Mengen der Dopingmengenverordnung indiziert eine Abgabeabsicht des Besitzers.


    Wer eine Packung "Nebido" mit vier Ampullen je 250 mg Testosteronundecanoat besitzt, bei dem wird nach der Dopingmengenverordnung keine Absicht der Abgabe an einen Dritten, sondern nur des Eigenverbrauchs unterstellt.


    Wer aber ein Injektionsfläschchen mit 10 ml Testosteron (250 Testo E mg je 1 ml) besitzt, dem wird bereits die Absicht unterstellt, einen Teil des Stoffes an einen Dritten abzugeben, da die Höchstmenge (ab 632 mg) überschritten wird.


    Ist das logisch begründbar? Ich meine: Nein!


    Denn wer vier Ampullen je 250 mg Testo U besitzt und sich dopen will, könnte auch nur eine Ampulle selbst verbrauchen und eben drei Ampullen an einen Dritten abgeben wollen.


    Wer demgegenüber nur ein Injektionsfläschchen mit 10 ml besitzt und sich dopen will, der wird überhaupt nicht die Möglichkeit haben, davon einen Teil einem Dritten abzugeben. Denn wer nimmt schon ein angebrochenes Fläschchen?


    Indem der Verordnungsgeber die Höchstmenge nach der handelsüblichen Abgabemenge für Testosteronundecanoat bestimmt hat, wird damit der legale Konsum von Testosteron mit kürzerem Esther faktisch unmöglich gemacht, da die handelsübliche Abgabemenge von Testosteron mit kürzerem Esther - soweit ersichtlich - über der geringen Menge liegt.


    Ich zum Beispiel habe wegen nachgewiesener Testosteronunterfunktion Testo E vom Arzt mit Rezept bekommen und zwar jeweils von der Apotheke bezogen in Form einer Dreipackung mit je 250 mg; d. h. in einer Packung mit insgesamt 750 mg.


    Eine Beschränkung des legalen Besitzes durch die Dopingmengenverordnung auf die handelsübliche Bezugsmenge von Testosteronundecanoat ("Nebido") entspricht aber nicht dem Sinn und dem Zweck des § 2 Abs. 3 AntiDopG!


    Wer also nur ein Fläschchen besitzt, liegt zwar rechnerisch über der geringen Menge nach der Dopingmengenverordnung. Jedoch könnte dies in Form einer verfassungskonformen Auslegung noch als legal angesehen werden (wichtig: könnte!).


    Wem eine nicht mehr geringe Menge vorgeworfen wird, die gefundene Menge aber die handelsübliche Abgabemenge für den Eigenkonsum nicht übersteigt , könnte durchaus Chancen haben, dass keine Strafe verhängt wird (wichtig: könnte!).

    Hallo,


    ich habe im Internet noch etwas - für mich und hoffentlich auch für euch - sehr Interessantes herausgefunden.


    Ich habe mich immer gefragt, wieso in der Dopingmengenverordnung die nicht geringe für Testosteron - in nicht transdermaler oder oraler Anwendungsform - ab 632 mg beginnt. Wie kommen die auf diesen "krumme" Zahl?


    Ich habe im Internet nun eine Fachinformation des Herstellers Jenapharm betreffend das Produkt Nebido (Testosteronundecanoat) gefunden. Der Link lautet:


    https://s3.eu-central-1.amazon…-ifap/media_all/58623.pdf


    Dort steht auf Seite 1 unter "2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG":


    "1 ml Injektionslösung enthält 250 mg Testosteronundecanoat, entsprechend 157,9 mg Testosteron. 1 Ampulle/Durchstechflasche mit 4 ml Injektionslösung enthält 1000 mg Testosteronundecanoat."


    Der Testosterongehalt in "Nebido" beträgt rechnerisch also 4 x 157,9 mg = 631,6 mg und das ist nach der Dopingmengenverordnung eine (noch so eben) geringe Menge.


    Es scheint also so, dass sich die nicht geringe Menge an dem Produkt "Nebido" orientiert! Es wurde anscheinend der Wirkstoffgehalt in "Nedido" genommen und auf die nächste "glatte" Zahl aufgerundet. Daher kommt vermutlich "632 mg":


    Oder hat einer hierzu einer eine andere Information? Das würde mich interessieren!