Wachstumshormone deren Folgen und Erkenntnisse

  • Wachstumshormone deren Folgen und Erkenntnisse


    Die Physiologie des Wachstums


    Wachstum und Differenzierung sind elementare Lebensprozesse, die eine Entwicklung von der Befruchtung bis zur Herausbildung des Erwachsenenhabitus ermöglichen.
    Entscheidende Faktoren für das normale menschliche Wachstum sind das individuelle Erbgut, die Ernähungs- und Umweltsituation, die Funktion der endokrinen Drüsen und der Funktionszustand der inneren Organe und des Knochensystems.
    Bei der Realisierung des postnatalen Wachstums kommt den Hormonen eine besondere Bedeutung zu.


    Wachstumsfördernd wirken:


    -das somatotrope Hormon (STH)
    -die Schilddrüsenhormone,
    -das Insulin,
    -die Nebennierenrindenandrogene,
    -die männlichen und weiblichen gonadalen Sexualsteroide sowie
    -die Wachstumsfaktoren IGF-1 und IGF-2 (insulin like growth factors)
    -EGF (epidermal growth factor)
    -FGF (fibroblast growth factor)
    -TGF-alfa und TGF-betta (transforming growth factors)
    -PDGF (platelet-derived growth factor) und
    -Weitere autokrin und parakrin wirkende Wachstumsfaktoren


    Eine ausgeprägte eiweißanabole Wirkung haben vor allem das somatotrope Hormon (STH), das Testosteron und die IGFs.
    Das Skelettwachstim und damit das Längenwachstum wird von STH und IGF 1 sowie weiteren lokal wirkenden Wachstumsfaktoren reguliert. STH bewirkt dabei eine Vermehrung von Chondroblasten, IGF-1 deren Differenzierung.
    Die Serumkonzentration des IGF 1 reflektiert vor allem das in der Leber gebildete IGF 1. Sie wird besonders beeinflusst durch die STH-Wirkung, den Ernährungszustand, Schilddrüsenhormonen, die Insulinwirkung, die Nebennierenfunktionen und in der Pubertät durch Sexualsteroide. Die IGF-1-Serumkonzentration wirkt rückkoppelnd auf die STH-Synthese und -Freisetzung (Feedback-Mechanismus).
    Die IFG-1-Serumkonzentration steigt von dem 1. Lebensjahr bis zur Pubertät an. Während des Pubertärenwachstumsschubes kommt es zu einer besonders starken Erhöhung des IFG 1, die Serumkonzentrationen sind zu diesem Zeitpunkt 2,2-3 mal höher als bei Erwachsenen.
    Die Wirkung der IGFs hängt ab von ihren Bindungsproteinen IGFBP 1, IGFBP 2 und IGFBP - 3. Das Hauptbindungsprotein für IGF 1 und IGF 2 ist das wachstumshormonabhängige IGFBP 3 (125-150 kDa), das von der Geburt bis zur Pubertät ansteigt und nach dem Pubertätsmaximum bis zum 20. Lebensjahr etwas abfällt.
    IGFBP 1 (25 kDa) wird im Serum und Fruchtwasser gefunden, die Konzentration fällt von der Geburt bis zur Pubertät ab, die wachstumsfördernde Wirkung von IGF 1 wird gesteigert. Möglicherweise wirkt es als "Transportprotein" vor dem Vorratsprotein IGFBP 3 zu den Zielgeweben.
    IGFBP 2 (31 kDa) bindet vorrangig IGF 2, es ist das dominierende Bindungsprotein im Liquor und zentralen Nervensystem.


    Nimmt man STH ohne grund also außerhalb des ärztlichen Anwendungsgebietes, so wird der Hormonelle Wachstumshormonregelmechanismus stark aus dem Gleichgewicht geworfen, so entsteht ein negatives Feedback auf die IGFs Produktion was zur übermäßigen Ausschüttung der Bindungsproteine IGFBP 3 und 2 führen kann womit eine vermehrte IGF 1 und 2 Aufnahme in diese Transportmatrix zu beobachten ist was auf den Skelettwachstum einwirkt, so ist eine Knochenformveränderung bei Erwachsenen und auch noch nicht Ausgewachsenen zu beobachten. Besonders stark ist die Verformung des Schädels, des Kiefers und der Wirbelkörper. Eine Verformung der Wirbelkörper ist unmittelbar mit Wirbelsäulenschäden, und Schmerzen zu verbinden.
    Die Einnahme von STH ist also eher weniger sinnvoll, da die Risiken und Nebenwirkungen wesentlich höher sind als bei Einnahme anaboler Steroide. Als alternative zur STH und Wachstumshormon Einnahme sind Stimulierende Supplemente, welche den Körpereigenen STH Gehalt und deren Produktion anregen, so entsteht kein negatives Feedback auf die anderen Wachstumsfaktoren da der Körper für die Hormon Erhöhung verantwortlich ist. Es sind also keinerlei negativen Nebenwirkungen von Wachstumshormonstimulierenden Supplementen zu erwarten, da der Körper keine synthetisch Produzierten Hormone erhaltet sonder die Hormonsproduktion eigenständig ankurbelt und somit der gesamte Hormonelleregelkreis im Gleichgewicht bleibt.


    mfg
    Yoo icon_razz.gif


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Yoo am 05.10.2001 - 11:30 Uhr ]</font>

  • Werbung