Hier mal eine kleine Zusammenfassung mit welchen Mitteln die Leberwerte gesenkt werden können
- Mariendistel (Silymarin) zum Beispiel Legalon !
Das Silymarin schützt die Leber gegen Alkohol und viele Gifte was wohl auf der zellstabilisierendenen, antioxidativen und anti-fibrotischen Wirkung (Fibrosebildung wird verlangsamt) beruht. Es verhindert nicht nur ein Absinken des Glutathionspiegels bei z.B: mäßiger Alkohol/Acetyldehyd-Einwirkung, sondern erhöht diesen sogar (Glutathion ist extrem wichtig für die Entgiftungsleistung der Leber). Silymarin ist nicht "irgendein altes Hausmittelchen", seine Wirkung wurde in unzähligen Tier- und auch Menschen- Studien bewiesen. Unter anderem wurde in doppelblinden, plazebokontrollierten Studien bei Menschen die Wirksamkeit bei Fettleber, Hepatitis und Zirrhose bewiesen.
Einnahme: z.B: 3 x 1 Kapsel mit 140 mg standardisiertem Silymarin. Das Präperat "Legalon" von Madaus ist evtl. zu bevorzugen da eine Studie bewiesen hat, das damit die höchsten Wirkstoffkonzentrationen erreicht werden können.
- Phosphatidylcholin ( Lecithin-Granulat )
Das, als Leber-"Wundermittel" weniger bekannte Phosphatidylcholin (PC, zu ca. 25% in handelsüblichem Lecithin-Granulat) würde ich als fast wichtiger als Silymarin einstufen.
Am beindruckensten ist wohl die Studie von Lieber et. al. bei der Paviane (In der Physiologie den Menschen sehr ähnlich) in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Die eine Gruppe erhielt jahrelang Alkohol zu ihrer Diät, die andere zusätlich Phosphatidylcholin. Während in der ersten Gruppe (ohne das PC) die Paviane fast alle Zirrhose der Leber bekamen, waren bei der Gruppe mit PC nur wesentlich leichtere Leberprobleme feststellbar.
Einnahme: z.B.: 2 x 1 Esslöffel Lecithin-Granulat (aus Drogerie oder Apotheke)
- Alpha-Liponsäure
Wird vom Körper bedingt selbst gebildet. Ist ein sowohl wasser- als auch fettlöslicher Antioxidant und eine sehr gute Glutathion-Vorstufe. Wie schon erwähnt bedeutet eine Erhöhung des Glutathion-Spiegels eine besser Entgiftungsleistung der Leber bzw. eine gernigere Schädigung (Transaminasen-Erhöhung) bei Belastung mit Giften wie Alkohol.
Einnahme: z.B.: 2 x 150 mg täglich. In der Apotheke rezeptfrei erhältich z.B. von Ratiopharm, zugelassene Indikation: Diabetische Neuropathie (Nervenschäden bei Diabetes).
- Acetylcystein
Besser bioverfügbar als Cystein, sehr gute Gluthationvorstufe. Wird manchmal als Gegenmittel gegen "Hangovers" vor der Einnahme von größeren Mengen Alkohol verwendet. Diese Wirkung beruht darauf das durch die gesteigerte Cystein/Gluthation-Produktion der oxidative Stress in der Leber durch das Acetyldehyd das beim Alkoholabbei frei wird, verringert wird und somit auch die Leberschädigung. Die Betonung liegt auf verringert - Alkohol ist in größeren Mengen immer ein Gift und das nicht nur für die Leber sonder auch für Gehirn, Herz, Pankreas...
Einnahme: z.B.: 2 x 200 mg täglich. In der Apotheke rezeptfrei erhältich z.B. von Ratiopharm, zugelassene Indikation: Schleimlöser bei Erkältungen.
- Betain
Wird erfolgreich bei NASH eingesetzt, wirkt Leberverfettung entgegegen. Dient dem Körper zur Produktion von S-Adenosylmethionine (siehe später).
Einnahme: z.B.: 5 Gramm 2 x täglich. In der Apotheke rezeptfrei erhältich z.B. Flacar
- S-Adenosylmethionine (SAMe)
Das vielleicht wichtigste Leber-Heilmittel. Es kann bei ausreichender Dosierung die Leberleistung wirklich verbessern und nicht nur anti-oxidativen/anti-fibrotischen Schutz bieten, es regt auch den Gallenfluss sehr gut an. Es verlängerte in zwei doppelblinden, plazebokontrollierten Studien sogar die Überlebenszeit von Patienten mit Zirrhose deutlich. Bei Leberproblemen ist der Adenosylmethionin-Stoffwechsel gestört. "SAMe" wird oral recht gut absorbiert, allerdings ist es in ausreichender Dosierung (wie in den Studien) extrem teuer, zudem in den österreichischen/deutschen Apotheken nicht erhältlich sondern nur übers Internet als "Nahrungsergänzungsmittel", und da weiß man dan nicht ob drin ist was draufsteht...
Dosierung: z.B.: 200mg 2 x täglich, mehr wär besser aber leider ist das Zeug sehr teuer. Im Gegensatz zu vorgenannten Mitteln (Silymarin, Liponsäure, Acetylcystein, Lecithin) die sehr wechselwirkungsarm sind (aber dennoch mit einem Arzt besprochen werden sollten) ist "SAMe" in speziellen Fällen wechselwirkungsreich. Da es ein ziemlich wirksames Antidepressum ist (war in mehreren Studien den syntethischen Antidepressiva ebenbürtig, aber schneller Wirkungseintritt als bei z.B.: SSRIs ) könnte es bei Menschen mit bipolaren Störungen (Manisch-Depressiven) zu einer Manie führen. Auch eine Wechselwirkung im Sinne eines Serotonin-Syndroms bei gleichzeitiger Einnahme von SSRIs/MAO-Hemmern wäre denkbar. Also in diesem Fall unbedingt mit dem Arzt (Psychiater)absprechen.
- Molkepulver
Wieder eine sehr gute Glutathion-Vorstufe, reduziert also den oxidativen Stress durch alle möglichen Gifte. Wurde erfolgreich bei Hepatitis (viral/toxisch) eingesetzt. Vorsicht ist geboten bei bereits bestehender dekompensierter Zirrhose, da dürfen Eiweiße nur noch vorsichtig bzw. zusammen mit Ornithin-Aspartat eingesetzt werden (Gefahr der hepatischen Enzephalopathie). Allerdings wird man in diesem Stadium sowieso intensiv von Ärzten betreut.
Einnahme: z.B.: 3 Molke-Drinks täglich lt. Angabe auf Packung. Molkepräperate sind in Drogerien, Apotheken und auch Supermärkten erhältich. Sie sollten möglichst schondend getrocknet worden sein, um optimal wirksam zu sein. ( also jeder der Whey Protein zu sich nimmt entfällt dieser Punkt natürlich )
- Vitamin B
Ein Vitamin-B-Komplex ist bei allen Lebererkrankungen von Vorteil. Bei alkoholbedingten Erkrankungen liegen häufig Vitamin-B Mängel vor (vor allem B1, Thiamin), was als einer der Gründer für die alkoholbedingten Nervenschädigungen gehandelt wird. Einige B-Vitamine spielen auch wieder eine Rolle beim Glutathion-Stoffwechsel.
Einnahme: z.B.: Vitamin-B Komplex. Vorsicht: Zu hohe Dosen Niacin (B3 sind toxisch für die Leber)
- Vitamin C
Sehr wichtiges Antioxidant - vermeidet also Zellschäden auch der Leber, wieder wichtig für Glutathion-Stoffwechsel. Wirksamkeit bei Hepatitis verschiedener Ursachen bewiesen.
Einnahme: z.B.: 500mg Vitamin-C retardiert, zeitversetzte Freisetzung oder ein paar Teelöffel-Spitzen Ascorbinsäure über den Tag verteil (billiger)
Gruß
CTR-K


