Anwendungsgebiete: Diuretikum
Wirksamer Bestandteil: Spironolacton
Zulassungsinhaber: Roche Austria, Wien
Wie wirkt das Mittel?
Das Mittel hemmt die Wirkung von Aldosteron, einem körpereigenes Hormon, das den Salz-und Wasserhaushalt reguliert. Dadurch wird vermehrt Salz und Wasser ausgeschieden. Gleichzeitig bleiben dem Körper Kalium und Magnesium erhalten.
Die volle Wirkung tritt erst nach 3-6 Tagen ein.
In welchen Anwendungsgebieten wird das Mittel eingesetzt?
Bei:
Primärem Aldosteronismus (erhöhte Produktion von Aldosteron)
Wasseransammlungen im Gewebe aufgrund unzureichender Herzfunktion
Atemnot mit chronischem Cor pulmonale (Herzveränderung aufgrund gestörter Druckverhältnisse im Lungenkreislauf)
Leberzirrhose (narbiger Umbau und Verhärtung der Leber) mit Aszites (Bauchwassersucht)
Wasseransammlungen im Gewebe bei chronischen Nierenerkrankungen
Erhöhtem Blutdruck
Wie wird das Mittel angewandt?
Die Einnahme erfolgt mit dem Frühstück oder Mittagessen unzerkaut zusammen mit etwas Wasser.
Wann darf das Mittel nicht eingesetzt werden?
Bei:
Überempfindlichkeit gegen Inhaltsstoffe des Mittels
Unzureichender Funktion der Niere
Erhöhtem Kaliumspiegel im Blut
Erniedrigtem Natriumspiegel
Darf das Mittel von schwangeren und stillenden Frauen angewandt werden?
Das Mittel darf nicht angewandt werden.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Erhöhter Kaliumspiegel im Blut
Erniedrigter Natriumspiegel
Herzrhythmusstörungen
Allgemeine Muskelschwäche
In seltenen Fällen Stimmveränderungen
Menstruationsstörungen
Potenzstörungen
Allergische Hautreaktionen
Magen-Darm-Beschwerden
Erniedrigter Blutdruck
Wechselwirkungen sind mit folgenden Substanzen bekannt:
Kaliumsparenden Diuretika
ACE-Hemmern
Carbenoxolon
Antihypertonika
Diuretika
Acetylsalicylsäure
Salicylaten
Indometacin und andere Prostaglandinsynthesehemmern
Chinidin
Informieren Sie sich über evtl. Wirkungsbeeinträchtigungen bei Ihrem behandelnden Arzt oder Ihrem Apotheker.
Warnhinweise
Am Anfang der Therapie können verschiedene Kreislaufbeschwerden und Konzentrationsmängel auftreten.
Daher kann dieses Medikament die Reaktionsfähigkeit und die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Diese Wirkung wird durch Alkohol verstärkt.
Es kann zu einer Eigengeruchsbildung des Mittels kommen, wodurch die Wirksamkeit, Reinheit und Verträglichkeit nicht beeinträchtigt werden.
Während der Therapie mit Diuretika sollten Sie sich ballaststoffreich ernähren, da der Darminhalt durch den Wasserentzug stärker eingedickt ist und es deshalb zu Verstopfung kommen kann.



